Entscheiden mit unvollstaendiger Information.
Eine Oceanis 30.1 unter der Segelnummer SUI 42, Liegeplatz Hoernlibuck am Bodensee. Am Wind weiss man nie alles und muss trotzdem steuern. Das beste Training fuer alles andere.
- SUI 42
- Oceanis 30.1
- 45.9 m² am Wind
- 7.15 kn Rumpfgeschwindigkeit
- Hochsee
- SRC
Was der Wind am Segel macht
- Fahrt durchs Wasser
- –
- VMG auf den Wind
- –
- Scheinbarer Wind
- –
- Einfallswinkel scheinbar
- –
- Vortrieb
- –
- Querkraft
- –
- Segelflaeche
- –
- Anteil Rumpfgeschwindigkeit
- –
- Froude-Zahl
- –
- Bester Wendewinkel
- –
Gleichgewicht: Vortrieb(VB) = Widerstand(VB), iterativ geloest
VA = √(VT² + VB² + 2·VT·VB·cos β)
Vortrieb = L·sin α − D·cos α · Querkraft = L·cos α + D·sin α
R = RReibung(ITTC) + RWelle(Fn) + Rinduziert(Querkraft)
Polare der Asgard
Werte als Tabelle
| Rumpflaenge | 8.99 m | Wasserlinie | 8.65 m |
|---|---|---|---|
| Breite | 2.99 m | Tiefgang | 1.35 m |
| Verdraengung | 4172 kg | Ballast | 1150 kg |
| Grossegel | 23.8 m² | Genua | 22.1 m² |
| Masthoehe ueber DWL | 13.66 m | Segelnummer | SUI 42 |
Das Modell loest das Gleichgewicht aus Vortrieb und Widerstand. Die Segelbeiwerte folgen den Tabellen von Hazen, die auch im IMS-Modell stecken: Auftrieb und Widerstand je Segel ueber dem scheinbaren Windwinkel, dazu induzierter Widerstand aus der Streckung des Riggs. Der Rumpfwiderstand besteht aus Reibung nach ITTC 1957, einem Wellenanteil ueber der Froude-Zahl und dem induzierten Anteil aus der Querkraft. Rumpf-, Segel- und Gewichtsdaten stammen aus dem Datenblatt der Werft, die Flaechen von Code 55 und Gennaker von Martin. Die Asgard faehrt den flachen Kiel, 1.35 m statt 1.88 m. Im Modell steckt er in der wirksamen Spannweite der Lateralflaeche: 1.57 m statt 2.10 m, quadratisch im induzierten Widerstand. Zwei Konstanten im Wellenanteil sind frei: die eine ist auf einen Erfahrungswert kalibriert (10 kn wahrer Wind, 45 Grad, knapp 5 kn Fahrt), die andere setzt die Wand bei der Rumpfgeschwindigkeit. Der Erfahrungswert stammt von diesem Kiel, deshalb ist die erste Konstante darauf neu angepasst. Das ist keine Feinheit: die Kalibrierung verteilt den Widerstand zwischen Welle und Querkraft, und wer den Kiel falsch ansetzt, schiebt den Fehler in die falsche Groesse. Nicht enthalten ist das Reffen: ueber etwa 16 kn rechnet das Modell mit vollem Tuch und faellt damit zu optimistisch aus, auf raumen Kursen deutlich. Ein asymmetrisches Vorsegel steht nur bis 160 Grad, weiter achterlich faellt es hinter dem Gross zusammen.